pecudis - beratung                            wußten sie schon, ...



... dass in Deutschland jedes Schwein mehrfach angemeldet werden muß?

Veterinärämter, Tierseuchenkassen und eine europaweit organisierte Datenbank für Schweine sollen jedes Tier (auch Kleinschweine sowie Hobby- und Heimtiere), jeden Transport, jeden Verkauf und jede evtl. Schlachtung erfassen. Dies gewährleistet flächendeckenden Seuchenschutz und dient damit natürlich auch der Sicherheit der Verbraucher. Anhand der Ohrmarke und der sogenannten „Übernahmemeldungen“ läßt sich so der Weg jedes Tieres lebenslang nachweisen.
aidheft

paragraphen
... dass es verboten ist, Essensreste an Schweine zu verfüttern?

Ebenfalls aus seuchenrechtlichen Gründen dürfen Speisereste , auch aus privaten Haushalten, nicht mehr an Tiere verfüttert werden. Selbst bei der Entsorgung über Kompost oder Biogasanlage ist ein ausreichender Abstand zu Tierhaltungen zu gewährleisten und  das Füttern "über den Zaun", das leider immer wieder von wohl- meinenden Nachbarn versucht wird, kann sogar mit Bußgeld geahndet werden. Schweinemast unter Verwendung von Küchenabfällen, wie sie unsere Großeltern noch kannten, ist heute nicht mehr möglich.

... dass die Freilandhaltung von Schweinen extra genehmigt werden muß?

Nicht jeder der Schweine hält darf die Tiere auch „einfach so“ auf eine Weide stellen. Der Amtsveterinär erteilt (u.U. nach einer Kontrolle) die erforderliche Genehmigung wenn die vorgeschriebenen baulichen Anlagen (Doppelzaun, Beschilderung, ausreichend Stallplatz zur Unterbringung bei Seuchengefahr uvm) vorhanden sind, er kann die Freilandhaltung auch Gebietsweise komplett untersagen wenn z.B. Gefahr der Ansteckung mit Schweinepest (durch Wildschweine) besteht.


sauengruppe
Sauen und Ferkel unterschiedlichen
Alters bilden eine Familiengruppe

... dass eine natürliche Schweinefamilie eine reine Weiberwirtschaft ist?

In der Natur bilden mehrere weibliche Tiere - die Bachen - mit ihrem Nachwuchs Familiengruppen, die männlichen Tiere verlassen als Überläufer meist nach der Geburt des nächsten Ferkeljahrgangs diese sog. Rotten. Erwachsene Eber leben als Einzelgänger und werden nur während der kurzen Paarungszeit bei der Gruppe geduldet. Für Sauen ist die Gruppenhaltung inzwischen EU-weit
vorgeschrieben, die 
 
Einzelhaltung von Schweinen jeder Art ist unzulässig.




Diese und zahlreiche andere vom Standpunkt des Verbrauchers und Tierschützers sicherlich sinnvollen Gesetze haben dazu geführt das die kleine, private Schweinehaltung in Deutschland nahezu ausgestorben ist. Nur noch spezialisierte (Groß-)Betriebe der Schweinezucht, Ferkelproduktion, Schweinemast oder Spezialbetriebe für die Babyferkelaufzucht arbeiten wirtschaftlich, und auch die professionelle Bio-Freilandhaltung rentiert sich erst bei Größenordnungen die an Massentierhaltung erinnern.

Schweineleasing soll dazu beitragen, in kleinstem Rahmen nach alter Tradition wieder „sein eigenes Schwein“ halten zu können, - selbst wenn man inzwischen in der Stadt wohnt.


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